Seit März 2018 bereits gibt es eine Selbsthilfewerkstatt in der Berliner Straße 28 in Dresden Friedrichstadt. Das vom Europäischen Solidaritätsfond (ESF) geförderte Projekt soll Nachbarn des Stadtteils zusammenbringen – und natürlich für heile Fahrräder sorgen.

Logo Fahrradwerkstadt Friedrichstadt

Die Fahrradselbsthilfewerkstadt Rostiges Ross ist ein Projekt um Menschen aus Friedrichstadt zusammenzubringen – (c) Rostiges Ross Dresden

In der Werkstatt befinden sich ein altes Sofa, ein Waschbecken, einige Poster an der Wand und jede Menge Werkzeug und Ersatzteile. Drei große Gestänge, um ein Fahrrad in verschiedensten Winkeln einzuhängen, stehen im Raum, an denen gerade zwei Fahrräder repariert werden. „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist hier das Motto, Jens, mit langen blonden Haaren und freundlichem Gesichtsausdruck gesellt sich hier und da dazu, gibt Tipps, Anweisungen und Erklärungen. Er ist der Verantwortliche eines Teams, das sich zum Ziel gesetzt hat ein Begegnungszentrum des Stadtteils zu werden. Der Weg: Menschen ermächtigen sich umweltbewusst fortzubewegen und gleichzeitig Austausch zu schaffen.

Mit diesem Motto passt die Werkstadt perfekt in die Förderung des Europäischen Solidaritätsfonds (ESF). Das Projekt „Integration macht mobil“ wird vom ESF Programm „Europa Fördert Sachsen“ unterstützt und Integration meint damit nicht nur Fremde, sondern auch die Friedrichstädter selbst. Der Stadtteil, der seit mehreren Jahren intensive Veränderungen erlebt und von der Stadt als Sanierungsgebiet ausgewiesen ist, befindet sich im Aufschwung

Das Rostige Ross bietet dabei nicht nur Werkzeug und Equipment, sondern auch Kurse um den Drahtesel besser zu verstehen. Eine besondere Idee ist dabei der Frauen*schraubkurs. Hier können weibliche Radfahrerinnen in Ruhe und ohne Kommentare ihres männlichen Umfelds die Funktionsweise ihres Fahrrads entdecken und lernen selber zu reparieren.

Weitere Informationen unter https://rostiges-ross.de/